29. Juli 2013

Erdbeben könnten größere Rolle bei Treibhausgas-Freisetzung spielen als gedacht

Methan ist als Treibhausgas mehr als 20 Mal so stark wie CO2.

Deswegen wollen Forscher besser verstehen, wieviel in die Atmosphäre freigesetzt wird. Sie zogen als Methan-Quellen bisher zum Beispiel Kühe oder auftauende Permafrostgebiete in Betracht. Jetzt schreiben deutsche und Schweizer Forscher im Fachjournal "Nature Geoscience" über einen neuen Verdacht: Bei der Methan-Freisetzung könnten auch Erdbeben eine Rolle spielen. Die Wissenschaftler untersuchten Proben aus dem Meeresboden einer Region vor der Küste Pakistans, wo es 1945 ein Erdbeben der Stärke 8,1 gegeben hatte. Die Stoffe darin brachten sie zu dem Schluss: Durch das Beben entstanden Risse am Meeresboden, über die Methan von dort nicht nur kurz nach dem Beben, sondern noch über die nächsten Jahrzehnte hinweg entwich. Die Forscher wollen mit ihrer Entdeckung dazu beitragen, alle Treibhausgas-Quellen abzuschätzen, um den globalen Kohlenstoff-Haushalt besser analysieren zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)