30. Juli 2013
"Wer will heute schon noch Künstler werden?" - Selbst an den reichen Elite-Universitäten der USA werden Geisteswissenschaften mehr und mehr in Frage gestellt.
Das meint Adrian Daub, der an der Stanford-Universität nahe dem Silicon Valley Germanistik lehrt. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung" erläutert er, geisteswissenschaftliche Studien würden von den Kommilitonen aus technischen Fächern und auch von Unternehmen zunehmend abgewertet. Das führe dazu, dass sich junge Menschen immer seltener dafür entschieden. Früher habe man sich auf Studiengänge auch dann eingelassen, wenn diese keine konkrete Berufsperspektive böten.
Daub beschreibt die Gegensätze zwischen den Studenten verschiedener Fachrichtungen - vor allem die Nähe zum Silicon Valley mit den erfolgreichen Start-Ups führt dazu, dass die Geisteswissenschaften kritisch gesehen werden. Geisteswissenschaftliche Studenten würden als "Fuzzies" verspottet, was übersetzt soviel heißt wie "Die Flauschigen".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)