30. Juli 2013
Energiewende und Agrarwende gleichzeitig ist ein Problem - denn beides verbraucht viel Fläche.
Das sagt der Schweizer Energiehistoriker Rolf Peter Sieferle in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er argumentiert, Sonnenkraft & Co. hätten nur eine geringe Energiedichte und bräuchten deswegen viel Platz für die Anlagen. Aber das stehe in Konkurrenz zur Öko-Landwirtschaft, die ohne viel Pestizide auskommen soll und deswegen auch mehr Raum brauche. Wie Sieferle glaubt, wird der gestiegene Flächenbedarf auch dazu führen, dass in Zukunft Naturparks verschwinden.
Der Energiehistoriker sieht in Energie- und Agrarwende eine Art Rückkehr zur Zeit vor der Industrialisierung. Damals brauchte man auch oberirdisch viel Platz für den Brennstoff Holz, bevor man auf den "unterirdischen Wald" der fossilen Energieträger umstieg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)