30. Juli 2013

Inka: Neue Details über Menschenopfer

Alkoholisiert ins Jenseits: Die Inka haben ihre Menschenopfer über Monate hinweg mit Alkohol und Koka-Blättern auf den Tod vorbereitet.

Das haben jetzt britische Wissenschaftler der Universität Bradford herausgefunden. Sie untersuchten 500 Jahre alte Kindermumien aus den Anden und fanden in deren Haaren Rückstände von Alkohol und Koka. Nach Ansicht des Forscherteams war der Rausch Teil der rituellen Vorbereitung auf den Opfertod. Die Inka glaubten, dass ihnen die Substanzen einen Zugang zur Welt der Geister ermöglichten. Koka und Alkohol führten einen als heilig geltenden Status herbei, heißt es in der Studie. Die Rauschmittel haben wohl aber auch dazu beigetragen, die Kinder für das Opferritual gefügig zu machen.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht.

DOI: 10.1073/pnas.1305117110

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)