30. Juli 2013
Stalin, Mao und auch Hitler -
sie alle haben ihre Macht gefestigt, indem sie einen Personenkult aufgebaut haben. Solche Strategien gibt es auch heute noch, unter anderem in mehreren zentralasiatischen Ländern. Die Gesellschaft für Osteuropakunde schreibt in den "Zentralasien-Analysen", dass es bei den Präsidenten dort große Parallelen gibt. In Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan versuchten die Präsidenten, sich als "Vater der Nation" zu stilisieren. Das gehe auf die Zeiten des Alten Roms zurück. Die Herrscher zeichnen sich dabei angeblich durch heldenhaftes Verhalten aus, haben demnach moralische Autorität und den Respekt des Volkes. Zum Personenkult in Zentralasien gehört auch die Visualisierung über allgegenwärtige Porträts und viele Denkmäler, Paläste oder ganze Städte. Durch all das wollen sich die Präsidenten offenbar schon zu Lebzeiten einen "Hauch von Ewigkeit" verleihen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)