30. Juli 2013

US-Ökonom fordert gesamteuropäischen Sozialpakt für Opfer der Wirtschaftskrise

Der US-Wirtschaftswissenschaftler James Galbraith war gerade in Griechenland, um sich die Folgen der Wirtschaftskrise anzuschauen.

Er warnt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", mitten in Europa gebe es eine soziale Krise in einer Form, wie wir sonst nur aus Entwicklungsländern kennen. Zum Beispiel erzählt er von älteren Griechen, die im Abfall nach Essen suchen. Deswegen fordert Galbraith Europa zum schnellen Handeln auf. Sein wichtigster Punkt: Man müsse eine EU-weite soziale Grundsicherung schaffen, die die Verlierer der Krise auffängt. Das Geld solle an den schlechten oder gar korrupten Regierungen vorbei direkt auf die Konten der Menschen fließen.

Auf die Frage, warum Europa auch nach fünf Jahren noch keine Lösung gefunden hat, sagt Galbraith: Die EU-Institutionen seien nicht darauf ausgelegt, mit einer echten Krise umzugehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)