30. Juli 2013
Nach drei Jahren Pause laufen seit heute wieder Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern.
Bei früheren Verhandlungen war der israelische Ex-Politiker Yossi Beilin Friedensunterhändler. Beilin sagte der "Frankfurter Rundschau", er sehe durchaus Chancen. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu sei ehrgeizig genug, etwas Historisches zu bewegen. Mit seiner Einwilligung zu Gesprächen sei er sozusagen schon im Tunnel - jetzt müsse man sehen, wie weit er sich vorwage. Auch auf Seiten der Palästinenser sieht es laut Beilin derzeit gut aus. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sei einer der wenigen Führer im Nahen Osten, der nicht durch den Arabischen Frühling in Frage gestellt werde. Außerdem könne Abbas davon profitieren, dass seine innerpalästinensischen Gegner von der Hamas im Moment geschwächt seien, weil sie die Unterstützung von Syrien, Ägypten und Katar verloren hätten.
Weil die Kluft zwischen beiden Seiten sehr groß ist, empfiehlt Beilin einen Plan B: einen provisorischen Palästinenser-Staat einzuführen, der erstmal auf einen Teil des Westjordanlands beschränkt ist und später vergrößert wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)