30. Juli 2013
"Mir scheint, als sei reichlich geschlampt worden."
Der Münchner Professor Manuel René Theisen lässt kein gutes Haar an der Doktorarbeit von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Der Plagiatsexperte sagte im Deutschlandfunk, ein Drittel des Textes sei geprüft, dabei seien viele Unstimmigkeiten aufgetaucht.
Gegen Lammert sind im Internet anonyme Plagiatsvorwürfe aufgetaucht. Die Quelle, die als Namen "Robert Schmidt" angibt, ist nach Einschätzung von Theisen verlässlich. Dass der Blogger anonym auftrete, sei kein Argument gegen seriöse Überprüfung.
Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" hat der CDU-Politiker seine ehemalige Universität, die Ruhr-Uni Bochum, gebeten, die Doktorarbeit zu prüfen. Lammert erklärte aber, er habe die Arbeit aus dem Jahr 1974 nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)