30. Juli 2013

Komet ISON wird doch nicht so hell wie der Mond

Es sollte der "Komet des Jahrhunderts werden".

Astronomen hatten angekündigt, der Himmelskörper mit dem Namen ISON werde den Nachthimmel womöglich so stark erhellen, wie es sonst nur der Mond schafft. Tatsächlich wird der Komet aber wohl deutlich weniger hell. Neueren Beobachtungen zufolge hat sich seine Leuchtkraft nicht erhöht, obwohl er der Sonne jetzt viel näher ist als bei der letzten Sichtung. Normalerweise werden Kometen umso heller, je näher sie der Sonne kommen, weil sich dann mehr Material von der Oberfläche verflüchtigt. Das wiederum ist dann als leuchtender Schweif sichtbar. Forscher vermuten, dass die Oberfläche von ISON felsig ist und kein Wasser mehr enthält. Das würde erklären, warum er nicht heller geworden ist.

Im Oktober wird der Komet einige Wochen lang zu beobachten sein. Dann ist er nämlich wieder so weit von der Sonne entfernt, dass das Sonnenlicht die Beobachtung nicht mehr behindert. Voraussetzung wäre allerdings, dass er dann überhaupt noch existiert. Denn bis dahin wird er der Sonne schon so nahe gekommen sein, dass ihn die Anziehungskräfte auseinander gerissen haben könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)