31. Juli 2013
Kritiker sprechen von der "Herdprämie".
Ab morgen bekommen Eltern für Kinder Betreuungsgeld - wenn sie das denn wollen. In Bayern sind laut Medienberichten zum Beispiel bisher gerade mal 500 Anträge eingegangen. Die Familienökonomin Katharina Spieß vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung glaubt, dass das auch daran liegt, dass Eltern die Logik familienpolitischer Angebote nicht mehr verstehen. Sie sagte der "taz", das Betreuungsgeld verwirre mehr, als dass es eine klare Linie vorgebe. Jahrelang sei gesagt worden, man müsse in den Kitaausbau investieren. Jetzt werde die Nicht-Kita-Nutzung subventioniert. Das nähmen viele Eltern als Zickzackkurs wahr.
Das Betreuungsgeld in Höhe von erst mal 100 Euro gibt es für maximal 22 Monate. Voraussetzung ist, dass das Kind nicht in einer Einrichtung betreut wird, die öffentlich mitfinanziert ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)