31. Juli 2013
Forscher haben Plastikmüll in Weltmeeren eine bisher unbekannte Seite abgewonnen.
Prinzipiell können Wissenschaftler nichts Gutes daran finden, weil der Müll von Schiffen, Küsten und Flüssen ins Meer kommt und größeren Meerestieren schadet. So erwürgen etwa losgerissene Fischernetze Vögel, Fische und Meeressäuger - und Plastikmüll am Boden erstickt das Leben darunter.
Forscher aus den USA haben jedoch laut dem Wissenschaftsmagazin "Spektrum" in und an aufgefischten Plastikteilen per Elektronenmikroskop tausend verschiedene Typen von Bakterienzellen gefunden. Viele von ihnen müssen sie erst noch identifizieren. Laut den Wissenschaftlern unterscheiden sich diese Lebensgemeinschaften deutlich von denen im Meerwasser drumherum.
Nach Angaben des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven gibt es kaum noch plastikfreie Ozeanregionen. Wenn die Teile um die Welt reisen, brächten sie Tiere wie Seepocken und Polypen in entlegene Regionen. Die ökologischen Folgen seien nicht absehbar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)