31. Juli 2013
Pestizide und chemische Düngemittel in der Landwirtschaft - nein, danke!
Das Himalaya-Königreich Bhutan in Südasien will das erste reine Bio-Land der Welt werden - möglichst bis 2020. Die Regierung hat ein entsprechendes Programm ins Leben gerufen. Schon jetzt setzen nur wenige Bauern in Bhutan auf Pestizide. Nach Angaben einer Regierungsvertreterin liegt das am Glauben der Menschen. Die meisten seien Buddhisten. Gut zur Natur zu sein, sei dabei von zentraler Bedeutung. Um ihre Produkte zu schützen, zeigen sich die Landwirte in Bhutan kreativ. Sie machen zum Beispiel aus Chilis, Knoblauch und Pfeffer ein Extrakt, um Ungeziefer zu vertreiben. Gegen Insekten schützen sie ihre Ernte mit Produkten aus Neemöl.
Bhutan hat rund 700.000 Einwohner und ist in etwa so groß wie die Schweiz. Es war lange abgeschottet. Erst 1999 wurden Fernsehen und Internet eingeführt. 70 Prozent der Bhutaner leben von der Landwirtschaft. In der Verfassung des Himalaya-Landes steht, dass mindestens 60 Prozent des Staates bewaldet sein müssen. Bisher sind es 72 Prozent.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)