31. Juli 2013
Nur eine fette Kuh ist gut zum Schlachten.
Schwangere Kühe waren deswegen oft nicht sehr lukrativ. Denn der Fötus entzieht der Mutter Nährstoffe, die nimmt dadurch ab. Die argentinische Regierung hat dafür jetzt eine Lösung. Sie will ein neues Medikament zur Sterilisation von Kühen unterstützen. Entwickelt hat es der Tierarzt Enrique Turin schon vor 20 Jahren. Erst seit kurzem kann er es aber auch industriell herstellen.
Das Medikament wird in den Uterus eingeführt und verhindert die Befruchtung. Die argentinische Regierung rechnet damit, dass durch den Einsatz dieses Mittels die Fleischproduktion des Landes um fünf Prozent gesteigert werden kann. 200.000 Dosen sollen jährlich verteilt werden. Auch nach Brasilien, Paraguay, Uruguay und Bolivien wurde das Medikament bereits exportiert.
Enrique Turin stellt es bisher in Eigenregie her, in einer kleinen Firma mit zwei Angestellten. Mehrere Anfragen großer Pharma-Konzerne hat er zurückgewiesen, weil das Mittel, wie er sagt, vor allem kleinen Fleischproduzenten zugutekommen soll. Ein großer Vorteil ist nämlich, dass es pro Dosis nur etwa drei Dollar kostet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)