31. Juli 2013
Passend zu unserem Tagesthema "Hochhäuser" schauen wir uns an, woher eigentlich der Ausdruck "Jemandem aufs Dach steigen" kommt.
Die Redewendung stammt von einem Rechtsbrauch aus dem Mittelalter. Ein Verdächtiger, der sich in seinem Haus verkroch und nicht vor Gericht erschien, konnte nicht festgenommen worden, da der private Wohnraum als unverletzlich galt. Also stieg man ihm kurzerhand "aufs Dach" und deckte dieses ab, so dass das Haus keinen Schutz mehr gegen Wind und Wetter bot. Ohne Dach konnte der Angeklagte verhaftet werden.
Heute sagt man, dass man "jemandem aufs Dach steigt", wenn man jemanden beschimpft, zurechtweist oder ihm die Meinung sagt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)