31. Juli 2013
Eigentlich ist es ja gut, wenn viel über Krebs berichtet wird - das bedeutet, es gibt viel Forschung und ein größeres Bewusstsein.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern in den USA kritisiert aber, dass der Begriff "Krebs" mittlerweile in der Medizin viel zu häufig genannt wird. Oft stelle sich heraus, dass Tumore die Gesundheit des Patienten nicht negativ beeinflussten. Weil aber trotzdem von Krebs die Rede sei, würden auch solche Fälle oft wie Krebs behandelt - obwohl das gar nicht notwendig sei.
Die Forscher sind der Meinung, unser Krebsbegriff stamme noch aus dem 19. Jahrhundert. Mittlerweile gebe es viel mehr Erkenntnisse über Tumore und Krebs, also brauche man auch mehr Begriffe.
Die Wissenschaftler fordern, dass nur von "Krebs" gesprochen wird, wenn Tumore tatsächlich so bösartig sind, dass sie zum Tod führen können. Können sie das nicht, sollten sie nicht "Krebs" genannt werden und von den Ärzten auch nicht als "Krebs" behandelt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)