31. Juli 2013

Deutsche Forscher wollen CO2-schluckende Pflanzen in Wüsten anbauen

Man könnte doch einfach bestimmte Sträucher in der Wüste pflanzen und die schlucken dann das Treibhausgas CO2 und mildern so den Klimawandel.

Wissenschafter der Uni Hohenheim haben untersucht, ob so etwas tatsächlich funktionieren würde und ihre Antwort ist: Ja. In der Fachzeitschrift "Earth System Dynamics" schreiben sie, eignen würde sich dafür ein besonders widerstandsfähiger Strauch mit dem Namen Jatropha curcas. Der wachse auch in der Wüste auf kargen, trockenen Böden und: pro Hektar könnten die Sträucher jährlich bis zu 25 Tonnen CO2 aufnehmen - und zwar mehr als 20 Jahren lang. Außerdem produzierten die Pflanzen ölhaltige Früchte, die man zum Erzeugen von Bioenergie nutzen könne.

Ein Problem könnte sein, dass selbst diese Sträucher etwas Wasser zum Leben brauchen. Die Forscher meinen aber, dass der Nutzen trotzdem größer ist. Noch ist die Studie nur eine Modell-Rechnung, langfristig soll ein Praxistest folgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)