1. August 2013
"Ein globales Problem im 21. Jahrhundert." So bezeichnet Gerry Fowkes von der Universität Edinburgh die Ergebnisse einer weltweiten Studie zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Gemeint sind damit Durchblutungsstörungen in den Beinen wegen verengter oder verstopfter Blutgefäße. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Zahl schwerer Fälle um fast ein Viertel gestiegen. Während im Jahr 2000 noch 164 Millionen Menschen daran litten, waren es 2010 schon über 200 Millionen. Fowkes ist der Leiter der Studie, die im Fachblatt "The Lancet" erscheint.
Die Durchblutungsstörung kann das Herzinfarktrisiko nahezu verdreifachen und wird durch Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigt. Vor allem ältere Menschen leiden darunter. Neben der steigenden Lebenserwartung machen die Forscher auch häufiges Sitzen für die Zunahme der Fälle verantwortlich. Fast drei Viertel aller Betroffenen leben in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, vor allem in Südostasien und den westlichen Pazifikstaaten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)