1. August 2013
Der Virunga-Nationalpark im Osten Kongos gehört zum Weltnaturerbe und könnte Öko-Touristen ins Land locken.
Die britische Firma Soco International sucht dort nach Öl. Aus Sicht der Naturschutzorganisation WWF hätte die Ölförderung fatale wirtschaftliche Folgen für die Menschen dort. Laut einer Studie könnten in Zukunft 800 Millionen Euro erwirtschaftet werden, wenn der Park nachhaltig genutzt würde. Das größte Potential für die arme Bevölkerung liegt nach Ansicht des WWF im Tourismus. Weitere mögliche Einnahmequellen seien Fischerei, Wasserkraft oder der Handel mit Emissionsrechten. Insgesamt könnten so 45.000 Arbeitsplätze entstehen. Sollte dagegen die Suche nach Öl fortgesetzt werden, sehen die Umweltschützer die Lebensgrundlage von 50.000 Menschen in Gefahr. Außerdem seien 3.000 Tierarten bedroht.
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hatte im Virunga-Nationalpark fünf Gebiete für Ölerkundungen an die französische TOTAL und die britische Firma Soco International vergeben. Nach weltweiten Protesten von Naturschützern zog sich die Firma TOTAL zurück.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)