1. August 2013
Forscher nennen es die "Autobahn der Hölle".
Sie meinen damit die Tatsache, dass manche Vulkane besonders schnell und überraschend ausbrechen, weil das Magma sehr schnell aufsteigt. Dafür haben sie dank einer jetzt veröffentlichten Studie neue Vorhersagemöglichkeiten.
Normalerweise braucht Magma jahrelang, bis es vom Erdkern bis in einen Vulkan aufsteigt. Es hält sich dann in einer Zwischenstation mehrere Kilometer unterhalb des Vulkans. Laut der Studie im Wissenschaftsmagazin Nature kann das Magma aber manchmal auch eine Abkürzung nehmen und über eine "Autobahn der Hölle" schnell hochschießen - innerhalb weniger Monate, was für Geologen ein sehr kurzer Zeitraum ist.
Erkennen könne man das an Erdbeben 20 bis 30 Kilometer unterhalb von Vulkanen. Diese Erdbeben könnten das Zeichen dafür sein, dass das Magma sich seine Bahn durch die unterirdischen Kanäle bricht. Das kann den Wissenschaftlern zufolge helfen, Ausbrüche besser vorherzusagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)