1. August 2013

Hacker-Camp in den Niederlanden zu Prism und Co.

3.000 Hacker auf einem Haufen.

Die treffen sich im Moment in den Niederlanden. Nördlich von Amsterdam hat das Hacker-Camp OHM begonnen. Fünf Tage lang programmieren und diskutieren Internet-Aktivisten aus aller Welt und hören sich Vorträge an.

Die Hauptthemen dieses Jahr sind das Spähprogramm Prism und der Umgang mit den Whistleblowern Bradley Manning und Edward Snowden. Ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter lobte deren Aktionen auf dem Camp. Den USA bescheinigte er eine Krankheit, die man schon lange beobachten könne. Schon weit vor dem 11. September 2001 sei eine demokratiefeindliche Haltung deutlich geworden, die dazu beigetragen habe, dass alles überwacht werde, was überwacht werden kann. Ähnlich äußerte sich eine ehemalige FBI-Agentin. Sie nannte die Chefs der US-Sicherheitsbehörden Sozialpsychopathen, die in der Geheimniskrämerei ihren Trieb auslebten. Beide Redner forderten die Hackergemeinde auf, sich gegen Datenspionage zu wehren.

Das Hacker-Camp in den Niederlanden gibt es schon seit den 90er Jahren. Es findet alle zwei Jahre statt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)