1. August 2013

Grünen-Politikerin fordert Aufklärung über staatlich geförderte Dopingforschung

Die Bundesregierung soll jetzt aufklären, welche Verbindungen es zwischen Innenministerium und Dopingforschern gab.

Das fordert die Sportpolitische Sprecherin der Grünen, Viola Cramon. Journalisten hatten im Bundesarchiv Akten gefunden, die belegen, dass in der Bundesrepublik schon Anfang der siebziger Jahre offiziell Anabolika an Sportlern getetest wurde - finanziert vom staatlichen Bundesinstituts für Sportwissenschaft. Und dass, obwohl die Verwendung von Anabolika schon damals als unethisch galt. Freiburger Wissenschaftler hatten damals Geld für ihre Studie bewilligt bekommen. Der Doping-Experte Giselher Spitzer von der Humboldt Uni Berlin versucht schon länger Licht ins Dunkel zu bringen. Er sollte eigentlich in einer Studie die Verwicklungen von Wissenschaft und Ministerium aufdecken. Nachdem er erste Ergebnisse veröffentlichen konnte, in denen er nachwies, dass in der BRD ein Dopingsystem geherrscht hatte, wird die Präsentation des Schlussberichts seit Monaten verschleppt. Außerdem vermutet er laut Medienberichten2, dass wichtige Akten vernichtet wurden. Die Grünen-Politikerin Cramon fordert die Bundesregierung nun auf klarzustellen, wer von der Studie gewusst hat und wer Akten vernichtet haben könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)