2. August 2013
Mehr Hitze führt zu mehr Gewalt.
Das behauptet eine Gruppe von Wissenschaftlern der US-Universität von Princeton. Die Forscher haben 60 Studien zum Thema Klima und Gewalt neu ausgewertet - und zwar aus unterschiedlichsten Fachgebieten, etwa der Archäologie, Kriminologie, Geographie, Politikwissenschaften oder Psychologie.
Die Schlussfolgerung: erhöht sich die Temperatur, kommt es vermehrt zu gewalttätigen Konflikten, sowohl im privaten, als auch im gesellschaftlichen Leben. Die Forscher rechnen hoch, dass ein Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius in einigen Weltregionen zu 50 Prozent mehr Gewalt führen würde.
Allerdings haben Forscherkollegen erhebliche Zweifel an diesen Ergebnissen. Das Fachblatt Science veröffentlichte die Studie, stellte jedoch einen eigenen kritischen Kommentar dazu und führt zur Entkräftung das Beispiel Subsahara an. Dort habe es einen Klimawandel mit höheren Temperaturen gegeben, die Zahl der zivilen Konflikte habe jedoch abgenommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)