2. August 2013

Baguette-Krise: Franzosen entlieben sich ein wenig

Au revoir, la baguette!

Noch ist der Niedergang des Baguettes in Frankreich nicht so weit - die Franzosen haben sich aber offenbar ein bisschen entliebt. Im Jahr 1900 aß jeder noch drei Baguettes am Tag. Wie das Landesstatistikamt berichtet, war es in den 70ern immerhin noch fast ein ganzes täglich - inzwischen ist der Konsum aber auf nur noch ein halbes Weißbrot am Tag geschrumpft.

Das bereitet vor allem der nationalen Bäckervereinigung "Observatoire du pain" Sorgen. Sie hat deshalb schon im Juni eine Werbekampagne lanciert, in der unter anderem darauf hingewiesen wird, dass man mit dem Kauf eines Weißbrots seinen Liebsten zeigen kann, dass man an sie denkt. Die Vereinigung führt die Baguette-Krise darauf zurück, dass sich Essgewohnheiten im Allgemeinen ändern. Die Menschen arbeiteten zu lange, Teenager verzichteten aufs Frühstück. Dabei stehe Brot doch für "gute Gesundheit, gute Gespräche und die französische Zivilisation allgemein".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)