2. August 2013
Wer Camping-Urlaub macht, der kennt das.
In der Natur wird man abends früher müde - und wacht morgens früher auf. Forscher der Universität von Colorado meinen, dass sich Schlafstörungen auf diese Weise ganz einfach mildern lassen - durch mehr Sonnenlicht und weniger elektrisches.
Die Forscher machten Experimente mit Erwachsenen. Sie erfassten eine Woche lang ihren Schlafrythmus im Alltag. Anschließend wurden die Testpersonen beim Campen beobachtet - ohne Handys und Taschenlampen.
Das Fazit: in der elektrischen Alltags-Umgebung ging die innere Uhr der Probanden um zwei Stunden nach. Das zeigte sich auch am Melatonin-Spiegel. Das Hormon ist für die Regulation des Tag-Nacht-Rhytmus verantwortlich. Mit Beginn der Dunkelheit steigt der Melantonin-Gehalt und macht uns müde. Morgens sinkt er wieder. Wegen des vielen künstlichen Lichts ist die Melantonin-Ausschüttung bei den meisten Menschen verschoben - und lässt uns morgens schlapp aufwachen.
Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal Current Biology
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)