2. August 2013
Kinder, die als Frühchen zur Welt gekommen sind, haben es im Leben oft schwerer.
Sie haben ein höheres Risiko, dass ihr Nervensystem beeinträchtigt ist und das kann auch dazu führen, dass sie in der Schule schlechter sind. Forscher der Uni Bochum und aus England haben jetzt herausgefunden, dass es den zu früh geborenen Kindern hilft, wenn ihre Eltern sie besonders einfühlsam erziehen. Das heißt, Eltern sollten sich dem Verhalten und den Reaktionen des Kindes anpassen und ihm bei den Hausaufgaben eher Lösungsvorschläge machen, anstatt die Aufgaben selbst zu lösen. Bei Kindern, die regulär zur Welt kamen, wirkte sich eine besonders einfühlsame Erziehung nicht direkt auf die Noten aus.
Beobachtet wurden rund 650 Kinder im Alter von sechs Jahren. Später, mit 13 Jahren, wurde ihr Schulerfolg bewertet. Als Frühchen galten Babys, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen oder weniger wogen als 1.500 Gramm.
Nachzulesen ist die Studie im Fachmagazin "Journal of Adolescent Health".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)