2. August 2013

Schlammvulkan "Lusi" lässt Sauerstoff im Wasser knapp werden

Der Vulkan speit und speit - und erstickt nach und nach die Tierwelt rundherum.

Es geht um Lusi, den Schlammvulkan auf Ostjava, der seit sieben Jahren ununterbrochen Millionen Jahre alte Sedimente aus dem Boden ins Meer spült. Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie haben jetzt herausgefunden, dass darunter die Natur leidet. Die Küstengewässer vor Java sind reich an verschiedenen Fischen, Muscheln und Krabben. Die Flüsse dort tragen ohnehin viel Schlamm mit sich - der zusätzliche aus dem Vulkan regt laut den Wissenschaftlern das Wachstum von Bakterien an. Die verbrauchen soviel Sauerstoff im Wasser, dass er für die Tiere kaum noch ausreicht.

Versuche, die Schlammzufuhr zu stoppen, sind bisher alle gescheitert. Dabei war man durchaus kreativ und hat zum Beispiel Betonkugeln in den Vulkan versenkt und Dämme rundherum gebaut. Vorhersagen zufolge sieht es nicht danach aus, dass Lusi in den nächsten Jahrzehnten aufhört, zu spucken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)