2. August 2013
Er sieht in den schlechten Arbeitsbedingungen für Griechen in Deutschland einen gefährlichen Trend.
Der Hamburger Migrationsforscher Vassilis Tsianos sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Thema "Migration" finde in Deutschland hauptsächlich unter der Überschrift "Hochqualifizierte" statt. Es gebe aber auch die andere Seite der Medaille. Jeder vierte Grieche, der hier Arbeit suche, sei gering qualifiziert, viele davon seien über 50 und sprächen kein Englisch oder Deutsch. Sie können laut Tsianos nur in der Gastronomie eingesetzt werden. Dort arbeiteten sie in Sechs-Tage-Wochen und 13-Stunden-Schichten, teilweise für monatlich 500 Euro. Nach Meinung des Forschers ist das zwar noch keine Sklaverei, aber eine sehr prekäre Form von Arbeitsmigration innerhalb der EU.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)