2. August 2013

Gewitter stellen Meteorologen vor Vorhersage-Probleme

Viele Gewitter sind schneller als die Meteorologen rechnen können.

Weil Donnerwetter blitzschnell entstehen und sich wieder auflösen, ist eine zuverlässige Vorhersage bisher erst kurz vor dem Gewitter möglich - oft sogar erst, wenn die ersten Hagelkörner fallen. Der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst nennt Gewitter im Interview mit der Deutschen Presseagentur die schwierigsten Phänomene für die Vorhersage. Die Gewitterzellen seien extrem klein und beweglich. Selbst wenn die Zelle erfasst ist, kann sie im letzten Moment Haken schlagen.

Neue Computerprogramme sollen die Gewitterwarnungen verlässlicher machen. Sie messen mit Hilfe von Wettersatelliten die Feuchtigkeit in der Atmosphäre und beobachten die Entwicklung der Wolken. Trotzdem warnt auch diese Methode erst etwa eine Stunde vor dem ersten Blitz. Die letzte Entscheidung für oder gegen eine Unwetterwarnung trifft aber der Mensch, also der zuständige Meteorologe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)