2. August 2013

Rauchende Eltern: - je mehr Eltern rauchen, desto höher ist das Schnarch-Risiko der Kinder

Schnarchtöne aus dem Kinderzimmer sind häufiger, wenn die Eltern viel rauchen.

Wissenschaftler der "Chinese University of Hongkong" haben in einer Studie den Zusammenhang zwischen rauchenden Eltern und schnarchenden Kindern erforscht. Sie befragten Eltern von knapp 2200 Kindern zwischen zwei und sechs Jahren danach, wie oft sie rauchen und wie oft ihre Sprößlinge schnarchen. Zusätzlich wurden die Urinproben der Kinder analysiert, um die Schadstoff-Belastung durch Passivrauchen festzustellen.

Die Studie in der Fachzeitschrift "Journal of Pediatrics" kommt zu dem Ergebnis, dass das Schnarch-Risiko bei den Kindern stieg, deren Eltern mehr als zehn Zigaretten am Tag rauchten. Diese Kinder schnarchten mehr als doppelt so häufig wie Altersgenossen aus Nichtraucherhaushalten.

Die Forscher machen dafür die negativen Folgen des Passivrauchens verantwortlich: die Schleimhäute können sich durch die Schadstoffe im Zigarettenqualm entzünden und die Atemwege verengen. Häufiges Schnarchen kann zu Bluthochdruck und Gefäßkrankheiten führen. Außerdem hat man bei schnarchenden Kindern vermehrt Verhaltensstörungen und schlechtere schulische Leistungen festgestellt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)