3. August 2013
Wenn Bürger zu politischen Entscheidungen direkt befragt werden, sind sie auch nicht unbedingt glücklicher mit dem Ergebnis.
Die Akzeptanz der Entscheidung hängt davon ab, wie wichtig das Thema für den eiunzelnen ist. Eine Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern kommt zu dem Ergebnis, dass direkte Demokratiewege wie Bürgerentscheide oder Volksbeschlüsse nicht per se bedeuten, dass die Wähler den Ausgang eher akzeptieren. Die Forscher haben kurz vor der letzten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 615 Wähler und Wählerinnen verschiedene Szenarien vorgegeben: Entscheidungen zu unterschiedlichen Themen sollten durch direkte Demokratieformen, durch ein Expertenkomitee, durch die CDU, die SPD oder das Parlament gefällt werden. Die Befragten mussten den Grad ihrer Zufriedenheit mit den jeweiligen Entscheidungen angeben - und auch, wie wichtig ihnen persönlich das Thema war.
Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass die Bürger Entscheidungen durch direkte Befragung eher akzeptieren, wenn sie das jeweilige Thema persönlich wichtig fanden - auch wenn sie selbst anderer Meinung waren. Bei anderen Themen hatte die Art der Entscheidungsfindung keinen großen Einfluß auf die Akzeptanz der Bürger.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)