5. August 2013
Ist Gentechnik eine Lösung, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen?
Eine Arbeit japanischer Forscher dürfte dieser Debatte wieder neuen Schwung geben. Die Wissenschaftler entwickelten einen Genreis, der auch bei großer Trockenheit gute Ernte abwirft. Wie sie im Fachjournal "Nature Genetics" schreiben, nutzten sie dazu ein Gen einer Reissorte, die aus dem trockenen Hochland der Philippinen stammt. Die Pflanzen haben lange Wurzeln, die auch in großer Tiefe an Wasser kommen können. Die Forscher bauten das Gen dafür in eine andere Reissorte ein, die in Asien weitverbreitet ist. Bei einem Test der neuen Gensorte lieferten die Pflanzen auch bei einer schweren Dürre noch 70 Prozent des normalen Ertrags. Die normalen Pflanzen starben dagegen.
Die Wissenschaftler glauben, ihre Reissorte könnte dabei helfen, die wachsende Weltbevölkerung zu versorgen. Schließlich sei knapp die Hälfte aller Menschen auf das Grundnahrungsmittel Reis angewiesen. Um mit dem Bevölkerungswachstum mitzuhalten, müsse die Ernte in Dürre-Regionen bis 2025 um 40 Prozent gesteigert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)