5. August 2013
In der Arktis bleiben immer größere Flächen eisfrei, das ist nichts Neues.
Aber auch das Meereis, das noch übrig bleibt, verändert sich. Finnische Forscher sind der Meinung, dass diese Veränderungen in bisherigen Klimamodellen unterschätzt werden. Denn das verbleibende Eis wird dunkler, absorbiert mehr Licht und reflektiert so nicht mehr so viele Sonnenstrahlen. Dadurch heizt sich das Eis selbst, aber auch die gesamte Atmosphäre stärker auf.
Dass Eisflächen einen Großteil des eingestrahlten Sonnenlichtes wieder zurückwerfen, ist ein wichtiger Regulator im Klimasystem der Erde. Die großen, hellen Gebiete in den Polarregionen werfen bis zu 85 Prozent des eingestrahlten Sonnenlichts wieder zurück. Am besten reflektiert dabei frischer, weißer Schnee. Im Gegensatz dazu reflektiert dunkler Boden weniger als zehn Prozent des Lichts. Je mehr Eis da ist, desto kühler wird es also und desto mehr Eis kann sich bilden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)