5. August 2013
Deutschland und Japan haben eines gemeinsam: Zu wenige Kinder.
Der Schriftsteller Leopold Federmair hat in der "Neuen Zürcher Zeitung" eine These aufgestellt, woher die Kinderlosigkeit kommen könnte. Er sagt: Je zivilisierter eine Kultur ist, desto kinderloser ist sie.
Federmair meint, dass Japan deshalb unter Kinderlosigkeit leide, weil Sinnlichkeit und Unvernunft aus dem öffentlichen Bereich verbannt würden. Bereits Sigmund Freud habe Sexualität und Kultur für unverträglich gehalten und ein "Zuviel an Zivilisation" als die größte Bedrohung der Menschheit erachtet. Diese Entwicklung kann man laut Federmair nur aufhalten, indem man Lust und Kultur, Sinnlichkeit und Arbeit nicht streng voneinander trennt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)