5. August 2013

Paul Watson (Sea Shepherd): Ist mir egal, ob mich Menschen "Ökoterrorist" nennen

Wie radikal dürfen Tierschützer vorgehen?

Paul Watson, Gründer der Organisation "Sea Shepherd", greift durchaus mal zu härteren Methoden, um zum Beispiel auf See die Schiffe von Walfängern abzudrängen. Er sagt, in 40 Jahren seiner Arbeit sei noch kein Mensch zu Schaden gekommen. Es sei aber absolut legitim, Material wie Schiffe oder Pistolen zu zerstören, mit denen illegal Wale oder Haie getötet werden könnten. Seine Organisation nenne das Prinzip "aggressive Nichtgewalt". Watson wird wegen solcher radikalen Aktionen international per Haftbefehl gesucht. Die "Süddeutsche Zeitung" hat ihn deswegen über eine Internet-Videoverbindung an unbekanntem Ort auf See interviewt.

Der radikale Tierschützer beruft sich auch auf einen prominenten Fan: den Dalai Lama. Er habe ihm mal gesagt, man dürfe auf keinen Fall jemanden verletzen. Aber manchmal müsse man die Menschen erschrecken, bis sie zur Erkenntnis gelangten. Und die Menschheit sei nun mal leider ökologisch völlig ignorant, was den gesamten Planeten ins Grab führen werde.

Weil Watson glaubt, dass sein Anliegen wichtig und richtig ist, ist es ihm auch egal, ob ihn die Menschen als "Ökoterrorist" bezeichnen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)