5. August 2013

Spreewald-Gurken sollen künftig mit Maschine geerntet werden

Gurken ernten ist anstrengend, weil sie die Erntehelfer auf Fahrzeugen liegend mit der Hand aus dem Boden ziehen müssen.

Außerdem kostet das zusätzliche Personal die Landwirte Geld - künftig könnte das noch mehr werden, weil derzeit über einen Mindestlohn für die Saisonarbeiter diskutiert wird. In Brandenburg soll wegen der hohen Personalkosten jetzt eine Gurken-Erntemaschine zum Einsatz kommen. Ein Prototyp wird heute vorgestellt. Die Maschine ist ein Tomaten-Ernter, der für die Gurken umgebaut wurde - das Geld dafür kam zur Hälfte aus öffentlichen Fördermitteln.

Bei der neuen Erntemaschine sind nur noch ein Fahrer und zwei Arbeiter im Einsatz, die Steine und Erdklumpen von den geernteten Gurken trennen. Technisch läuft der Prototyp schon ganz ordentlich. Allerdings müssen für die Zukunft noch passendere Gurkensorten gezüchtet werden. Bisher werden die Felder mehrfach nacheinander geerntet. Die Maschine kann aber nur einmal über den Acker fahren, weil sie die Gurken mitsamt Pflanze herausreißt.

Im brandenburgischen Spreewald werden pro Jahr rund 40.000 Tonnen Gurken geerntet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)