5. August 2013

Meeresbewohner reagieren schneller auf Klimawandel

Der Klimawandel treibt die Temperaturen an Land schneller in die Höhe als im Wasser - aber Meereslebewesen wandern trotzdem eher in kühlere Regionen ab als Landbewohner.

Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Forschergruppe. Sie brachte die Daten von mehr als 1700 Studien aus aller Welt zusammen, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels für die Meeresflora und -Fauna befassen. Dabei kam heraus, dass die Meeresbewohner aus den besonders warmen Regionen am Äquator in Richtung der Pole ausweichen - also in Gebiete, die noch vor wenigen Jahren zu kalt für sie waren. Die Lebensräume im Wasser verschieben sich zehnmal schneller als die an Land, nämlich in den Meeren alle zehn Jahre um 72 Kilometer polwärts, an Land im selben Zeitraum um 6 Kilometer.

Besonders flink sind die kleinsten Lebenwesen: Kieselalgen, Ruderfußkrebse und Fischlarven.

Auch die Jahreszeiten verschieben sich im Wasser schneller - so beginnen dort typische Frühjahrsereignisse wie zum Beispiel Planktonblüte und Brutzeiten von Wasservögeln pro Dekade im Schnitt vier Tage, an Land sind es zweieinhalb Tage.

Mehr zur Studie gibt es hier: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16490-2013-08-05.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+%7C+Das+Wissensmagazin%29

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)