5. August 2013

Angekündigte Straensperren führen nicht zwangsläufig zu Stau

Eigentlich ist es eine gute Nachricht in der Ferienzeit: Straßensperrungen müssen nicht zu Staus führen.

Das sagen Forscher vom Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien. Allerdings muss die Verkehrsbehinderung rechtzeitig bekannt gemacht werden. Dann würden nämlich viele Autofahrer auf unnötige Fahrten verzichten, großräumig ausweichen oder auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Dadurch verringere sich das Verkehrsaufkommen und ein Stau müsse nicht zwangsläufig entstehen. Dieses Phänomen wurde nach Angaben der Wissenschaftler auch statistisch bestätigt, etwa bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. So gab es in Wien trotz Straßensperrungen für Fanmeilen keine Verkehrsprobleme, weil die Maßnahmen rechtzeitig angekündigt wurden.

Die Wiener Forscher beklagen jedoch, dass diese Erkenntnisse bei der Berechnung von möglichen Staus kaum berücksichtigt würden. Zudem gebe es auch das gegenteilige Phänomen: Nach dem Bau von zusätzlichen Straßen könne das Verkehrsaufkommen so stark steigen, dass der Entlastungs-Effekt geringer als erwartet sei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)