6. August 2013
Ein Moos übertrifft den Menschen - jedenfalls in der Anzahl an Genen.
Ein internationales Forscherteam hat beim Laubmoos Physcomitrella Patens mehr als 32.000 Gene gezählt - ein menschliches Genom hat gut 10.000 weniger davon. Chefforscher des Teams war der Freiburger Professor Ralf Reski, der inzwischen so viel über dieses Laubmoos herausgefunden hat, dass die Pflanze unter seinen Kollegen als Modellorganismus gilt.
Die Forscher der jüngsten Studie über das Laubmoos sind besonders begeistert darüber, dass 13 Prozent der Physcomitrella-Gene einzigartig sind - also keine Verwandten in anderen Organismen haben.
Abgesehen von ihrer Genstruktur sind Moose eher einfache Gewächse. Sie haben keine Wurzeln, keine Blüten und produziert keine Samen.
Die Studie ist in "BMC Genomics" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)