6. August 2013

Anonymisierungsdienst "Tor": Nutzer werden offenbar über Sicherheitslücke von den USA aus ausspioniert

Mit dem Internet-Überwachungsskandal überlegt sich ja so mancher, ob er seine Spuren im Netz nicht besser verbergen kann.

Der Anonymisierungs-Dienst "Tor" ist eine Möglichkeit. Allerdings warnt das Projekt jetzt, dass eine Sicherheitslücke offenbar dazu genutzt wird, die Nutzer doch zu identifizieren. Denn über die Lücke werden Daten von Nutzern an einen Webserver weitergeleitet, der laut dem US-Magazin "Wired" einer Firma gehört, die im Zusammenhang mit dem FBI und US-Geheimdiensten steht.

Die Sicherheitslücke befindet sich in einer älteren Version des Firefox-Browsers für Windows, der im Paket mit dem "Tor"-Projekt ausgeliefert wurde. Die Entwickler rechnen mit weiteren Angriffen und empfehlen deswegen, immer die aktuellste Version einzusetzen und weitere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Das Onlineportal "heise.de" gibt mehr Informationen und warnt, wer den Anonymisierungsdienst "Tor" einsetze, sollte sehr genau wissen, was er tut.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)