6. August 2013

Glasklar: Das ist "Blutdoping"

In unserer Rubrik "Glasklar" blicken wir heute in das Lexikon und schlagen nach unter "Blutdoping".

Das "Blutdoping" ist eine Methode zur künstlichen Erhöhung der Hämoglobinkonzentration im Blut. Hämoglobin ist ein eisenhaltiges Protein, das dafür sorgt, dass die roten Blutkörperchen Sauerstoff aufnehmen und im Körper transportieren können. Je höher die Konzentration von roten Blutkörperchen, desto höher ist die Leistung des Sportlers.

Blutkonserven für das Doping lassen sich durch Eigenblutspenden oder von fremden Spendern anlegen. In einer Zentrifuge trennt man die roten Blutkörperchen von den restlichen Blutbestandteilen und reichert das Blut mit extra roten Blutkörperchen an. Kurz vor dem Wettkampf bekommt der Sportler dann die manipulierte Blutkonserve per Transfusion und erhöht so seine Leistung.

Blutdoping steht seit 1988 auf der Liste der verbotenen Methoden des Internationalen Olympischen Komitees.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)