6. August 2013
825,13 Euro für ein Sofa, oder 132,58 Euro für eine Lederhandtasche. Wer auf einem Flohmarkt feilscht, sollte möglichst krumme Beträge als Anfangspreis nennen.
Das haben Sozialpsychologen der Universität Saarbrücken herausgefunden. Krumme Preise vermitteln nämlich eine hohe Glaubwürdigkeit und den Eindruck, dass der Verkäufer besonders gut informiert und der Preis gut durchdacht sei.
Im Fachmagazin "Social Psychological and Personality Science" schreiben die Wissenschaftler, dass es auch wichtig sei, als Erster ein Gebot abzugeben - damit lege man die Referenz fest, auf die sich der Verhandlungspartner dann bezieht.
Den Forschern zufolge wirkt dieser so genannte "Ankereffekt" auch bei höheren Preisen, die sonst vielleicht als unverschämt angesehen würden - vorausgesetzt, die Summe ist krumm.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)