6. August 2013

Niederländer lassen sich öfter in Belgien operieren

Wer in den Niederlanden für eine Operation ins Krankenhaus muss, kommt am Ende vielleicht in Belgien unters Messer.

Die belgische Zeitung De Morgen berichtet, dass die Zahl der Patienten aus dem Ausland in Belgien in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen ist - und zwar um 18 Prozent auf mehr als 46.000 Patienten. Niederländer machen einen Großteil von ihnen aus, aber auch Deutsche, Luxemburger, Franzosen und Briten sind dabei. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie der belgischen Behörden.

Viele Niederländer gehen offenbar wegen der langen Wartezeiten in ihren Krankenhäusern ins Nachbarland. Vor allem für Herz-OPs und orthopädische Eingriffe seien die Wartelisten lang, auf ein Hüftgelenk müsse bis zu sechs Monate gewartet werden. Niederländische Krankenkassen hätten deshalb auch Verträge mit belgischen Krankenhäusern abgeschlossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)