6. August 2013

Unternehmensfusion offenbar oft Ersatz für Kartell

Wenn sich der Markt nicht illegal beherrschen lässt, dann halt legal.

Nach einer Studie von Wirtschaftsforschern aus Mannheim fusionieren Unternehmen häufiger, wenn vorher ein Kartell zerschlagen wurde - also wenn sie damit scheitern, sich illegal abzusprechen und den Markt so unter sich aufzuteilen. Nach Angaben der Forscher kann die Zahl der Fusionen in den drei Jahren nach Ende eines Kartells um die Hälfte wachsen im Vergleich zum selben Zeitraum davor. Würden nur Fusionen von Unternehmen berücksichtigt, die etwa gleich groß seien, liege der Wert sogar bei 80 Prozent.

Die Forscher des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim vertreten die These, dass eine Unternehmensfusion offenbar für viele die zweitbeste Lösung ist - wohlgemerkt nach dem Versuch, durch ein Kartell heimlich für weniger Wettbewerb und mehr Gewinn zu sorgen. Im Gegensatz dazu soll es eine Fusion ermöglichen, auf legalem Weg Vorteile zu nutzen.

Hier geht es zur Studie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)