7. August 2013
Wenn ein Zwerghamster die Nacht bei hellem Licht verbracht hat, ist mit ihm nicht mehr viel anzufangen.
Dann lässt er sogar Zuckerwasser links liegen - eigentlich ein Lieblingsgetränk der Tiere. Dieses Verhalten kommt den Symptomen einer Depression beim Menschen nahe. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher in einer Studie im Fachmagazin "Journal of Neuroscience". Dafür untersuchten sie, wie sich verschiedene Arten von Licht auf die Hamster auswirkten. Schlimmer noch als das weiße Licht wirkte blaues Licht. Die wenigsten negativen Folgen hatte dagegen rotes Licht. Die Ursache für die Stimmungsänderung sind den Wissenschaftlern zufolge bestimmte Sinneszellen in der Netzhaut, mit deren Hilfe der Körper seine innere Uhr reguliert.
Ob die Ergebnisse der Tests an Hamstern auf den Menschen übertragbar sind, ist unbekannt. Einer der beteiligten Forscher sagte aber, für Menschen, die in Nachtischichten arbeiteten, sei rot gefärbtes Licht möglicherweise gesünder als weißes Licht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)