7. August 2013
Kaum ist die Vogelgrippe aus den Schlagzeilen verschwunden, schlagen chinesische Forscher erneut Alarm.
Sie haben sich die Krankheitsfälle aus dem Frühjahr genauer angesehen und halten zumindest bei einigen Patienten die Ansteckung von Mensch zu Mensch für wahrscheinlich.
Im März war die neue Form der Vogelgrippe H7N9 zum ersten Mal bei Menschen nachgewiesen worden - in China. In den Wochen darauf stieg die Zahl der Infizierten schnell an, bis Juli registrierte die Weltgesundheitsorganisation 133 Fälle, 43 der Kranken starben. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden Märkte mit lebendem Geflügel geschlossen und Tiere zu Tausenden gekeult.
Den neuen Untersuchungen zufolge gibt es aber bei einigen Fällen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Patienten bei Geflügel angesteckt haben. Dagegen spricht viel für eine direkte Übertragung unter Kranken.
Die Forscher warnen deshalb vor der Gefahr einer Pandemie, also einer länder- und kontinentübergreifenden Ausbreitung der Vogelgrippe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)