7. August 2013
Schon König Ludwig II. kämpfte gegen die Aufsplitterung der Ackerflächen.
Mit einem Gesetz zur Flurbereinigung wollte er für Ordnung sorgen und aus dem Flickenteppich größere, zusammenhängende Flächen schaffen. Informatiker der TU München haben für solche Zwecke jetzt ein neues Computerprogramm entwickelt. Zunächst werden die Grundstücke mehrerer Landwirte auf einer Karte eingegeben. Daraus errechnet das Programm dann eine optimale Feldaufteilung, in der nicht nur die Wünsche der Landwirte, sondern zum Beispiel auch Bodenqualität und mögliche EU-Subventionen berücksichtigt sind. Die Wissenschaftler schreiben, dass die Bewirtschaftungskosten so um bis zu 30 Prozent gesenkt werden könnten, weil zum Beispiel Fahrtkosten geringer ausfielen.
Das mathematische Verfahren beruht auf Ideen der algorithmischen Geometrie und Optimierung. Es funktioniert laut den Forschern nicht nur für landwirtschaftliche Flächen. Auch für die Neuordnung von Waldflächen haben sie es schon ausprobiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)