7. August 2013

Verzweigung am Baum erlaubt Rückschluss auf Photosynthese

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Forscher aus den USA und Australien sehen jetzt dagegen den ganzen Wald, und zwar anhand von einzelnen Bäumen. Denn mit den Mustern, mit denen sich Äste vom Baumstamm abzweigen, können sie vorhersagen, wie viel Sauerstoff ein Wald produziert und wie viel Kohlendioxid er absorbiert. Die Wissenschaftler überprüften im Experiment eine Theorie zur Photosynthese, die schon 1998 aufgestellt wurde, und untersuchten dafür unter anderem Eichen, Pinien und Ahornbäume - also Bäume mit einem sehr unterschiedlichen Aufbau: Pinien sind unten breit und oben schmal, bei der Eiche ist es andersherum. Trotz dieser unterschiedlichen Form lässt sich den Forschern zufolge der Photosynthese-Stoffwechsel des gesamten Waldes gut berechnen, wenn man nur die Art der Verzweigung der jeweiligen Baumart kennt.

Klimaforscher und Ökologen können diese Erkenntnis in ihre Computermodelle einfließen lassen, um noch realistischere Prognosen zu berechnen.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.12127/abstract

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)