7. August 2013

Neues Verfahren säubert ölverseuchtes Wasser

Ein Kaktus braucht kein Regenwasser um zu überleben.

Sein Prinzip haben sich jetzt chinesische Wissenschaftler zunutze gemacht, um ölverseuchtes Wasser zu säubern. An den Kaktusnadeln sammeln sich winzige Wassertröpfchen aus der Luft. So trocknet der Kaktus nicht aus. Die Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, haben künstliche Kaktusnadeln entwickelt, die kleinste Öltropfen aus Wasser sammeln. In der Fachzeitschrift "Nature Communications" beschreiben sie, dass die Tropfen ab einer bestimmten Größe zur Basis der Nadeln liefen und von dort abgepumpt werden könnten.

Mit dem Verfahren sollen sich künftig auch winzige Öltröpfchen aus Meerwasser entfernen lassen, die mit bisherigen Methoden nicht gefiltert werden können. In einem Laborversuch sammelten sie mehr als 99 Prozent der Öltröpfchen aus verunreinigtem Wasser - bisher allerdings nur in kleinem Maßstab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)