7. August 2013
Kinderkrippen sind keine rein menschliche Erfindung - auch Lemurenmütter schicken ihre Kleinen in Gemeinschaftsnester.
So haben die Affenmütter mehr Zeit, Nahrung zu suchen. Denn anders als bei den meisten Primaten können sich kleine Lemuren in den ersten Lebenswochen nicht selbst fortbewegen und brauchen intensive Aufsicht.
Ein Forscherteam der Yale-Universität hat acht schwarz-weiße Kragenlemuren-Weibchen in einem Nationalpark in Madagaskar beobachtet. Nur wenige von ihnen zogen ihre Kleinen alleine auf, die anderen bildeten Babysitter-Gruppen, und wechselten sich mit der Aufsicht und Pflege ab - so hatten die einzelnen Mütter mehr Zeit, sich außerhalb des Nestes zu bewegen.
Die Forscher fanden auch heraus, dass die kleinen Affen aus den Gemeinschafts-Nestern größere Überlebenschancen haben als Altersgenossen, die nur bei Mama aufwuchsen.
Die gemeinsame Kinderbetreuung passt zu den Lemuren - sie sind sehr soziale Wesen und schließen sich beispielsweise auch zusammen, um ihr Territorium zu verteidigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)