7. August 2013
Frauen, die ihre Kinder in Großstädten bekommen, leiden häufiger unter postnatalen Depressionen.
Das behaupten Forscher im "Canadian Medical Association Journal". Sie haben eine offizielle kanadische Statistik ausgewertet, die Daten von mehr als 6.000 Müttern auflistet. Dabei wurden die Ergebnisse nach geographischen Kriterien geordnet: ländlicher, halb-ländlicher, halb-städtischer und städtischer Geburtsort.
Mehr als neun Prozent aller Frauen aus städtischen Gebieten hatte in den Monaten nach der Geburt Depressionen, während es unter den anderen Frauen nur sechs bis sieben Prozent waren.
Die kanadischen Forscher erklären sich das höhere Depressionsrisiko in den Städten so: dort sei der Stressfaktor größer und die Frauen hätten weniger sozialen Rückhalt. Deshalb müsse die Unterstützung von werdenden Müttern sich gezielter an deren Wohnsituation orientieren, so die Schlussfolgerung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)